Wertansätze in der Eröffnungsbilanz

Zum Thema "Wertansätze in der Eröffnungsbilanzierung" wurden die länderspezifischen Regelungen zur Erstbilanzierung der Aktivposten der kommunalen Bilanz mit den grundsätzlichen Empfehlungen der Innenministerkonferenz abgeglichen. Unterschiede, insbesondere im Rahmen von Alternativbewertungen sowie bei grundlegenden Festlegungen des Wertansatzes, werden dabei transparent. Dabei wurden insbesondere die Bewertungen der kommunalen Grundstücke, der Gebäude und des Infrastrukturvermögens verglichen und Auswirkungen auf die kommenden Jahresabschlüsse und die Folgen der Erstbewertungen auf den jeweiligen Haushaltsausgleich beschrieben. Ländervergleichende Synopsen zu diesem Thema können hier generiert werden.

Empfehlungen

Vereinheitlichung der Wertansätze für kommunale Grundstücke

Trotz der fortgeschrittenen Erstbewertung in den Kommunen sollte der Bewertungsansatz für kommunale Grundstücke harmonisiert werden. Durch die im Rechtsvergleich festgestellten Unterschiede in den Bewertungsmethoden, insbesondere im Rahmen einer Alternativbewertung, sofern keine konkreten Anschaffungs- und Herstellungswerte vorliegen, sind diese Bilanzansätze dauernd nicht vergleichbar. Für die Alternativbewertung sollten einheitliche Kategorien auf der Grundlage von Bodenrichtwerten ohne Rückindizierung, ggfls. unter Berücksichtigung von einheitlichen Abschlagssätzen, herangezogen werden. 

Einheitliche Nutzungsdauern

Es wird empfohlen, Nutzungsdauern von kommunalen Vermögensgegenständen ohne Entscheidungskorridor einheitlich länderübergreifend festzulegen, um beginnend mit der erstmaligen Bewertung des kommunalen Vermögens eine langfristige Vergleichbarkeit der kommunalen Bilanzen zu gewährleisten. 

Zunächst Verzicht auf länderübergreifende Bilanzvergleiche

Es wird empfohlen, auf länderübergreifende Vergleiche zunächst zu verzichten und nur in den jeweiligen Ländern Bilanzvergleiche heranzuziehen.

Dokumente

Wissenschaftliche Stellungnahme zu haushaltsrechtlichen Regelungen der erstmaligen Bewertung des kommunalen Vermögens, Prof. Dr. Holger Mühlenkamp / Dipl.-Kfm. Andreas Glöckner, Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer

Download
PDF, 2.9 MB

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

IPSAS 42 Sozialleistungen

14.02.2019
IPSAS 42 Sozialleistungen enthält Leitlinien für die Bilanzierung von Sozialausgaben. Der Standard definiert Sozialleistungen als Geldtransfers, die an bestimmte Personen und/oder Haushalte gezahlt werden, um die Auswirkungen des sozialen Risikos zu mindern. Der Standard schreibt vor, dass ein Unternehmen einen Aufwand und eine Verbindlichkeit für die nächste Sozialleistungszahlung erfasst. IPSAS ...
Mehr

IPSAS 41 Finanzinstrumente

11.01.2019
Der Rat für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (IPSASB) hat ‚IPSAS 41 Finanzinstrumente‘ veröffentlicht. IPSAS 41 legt neue Anforderungen für die Klassifizierung, Anerkennung und Bewertung von Finanzinstrumenten fest, die an die Stelle von IPSAS 29 treten.IPSAS 41 verbessert die Relevanz von Informationen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichk...
Mehr

IPSASB veröffentlicht vorgeschlagene 'Verbesserungen an den IPSAS 2018'

25.07.2018
Der Rat für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) hat einen Entwurf 'Verbesserungen an den IPSAS 2018', der verschiedene vorgeschlagene geringfügige Änderungen an den Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards, IPSAS) umfasst, veröffentlicht. ...
Mehr
Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

 10. - 11. Oktober 2019 in Bad Honnef - Seminar Erfolgreiches Forderungsmanagement für Kommunen! 

 Effektives Forderungsmanagement ist ein wichtiges kommunales Thema. Wachsende Außenstände, die Ausweisung der Forderungen in der Bilanz, knapper werdende Finanzmittel signalisieren Optimierungsbedarf. Wesentliche Problemstellungen sind Zahlungsverzug und Forderungsausfall. Darüber hinaus wird durch die Einführung des Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens mit dem Forderungsspiegel eine neue Transparenz über die kommunalen Forderungen erreicht. Eine effiziente Steuerung des Forderungsbestandes führt zu wirtschaftlichen Vorteilen bei den Kommunen. Wie dies gelingen kann, ist Schwerpunkt des Seminares.

Infos und Anmeldung hier.

18. - 22. November in Bonn -

Seminar Controlling compact!

Der Lehrgang "Controlling compact" hat den Aufbau einer grundlegenden Methodenkompetenz zum Ziel. Die Wissensvermittlung erfolgt im Rahmen eines Planspiels (Kommune Eulenschlößchen). Über 5 Lehrgangstage hinweg werden zwei Gruppen (operativ und strategisch)ein kommunales Controlling-Konzept für die Beispielkommune aufbauen. Dabei werden bewährte Instrumente wie die Budgetierung, die Kosten- und Leistungsrechnung und der Aufbau eines Berichtswesens berücksichtigt. Ebenso angewendet und vermittelt werden Kenntnisse des Risikomanagements und des Risikocontrollings. Hier geht es zur Anmeldung.

Ansprechpartner

Bertelsmann Stiftung