Finanzhaushalt und Finanzrechnung

Im Vergleich weisen die einzelnen Regelungen der Länder zum kommunalen Finanzhaushalt und zur Finanzrechnung begriffliche und strukturelle Unterschiede auf, die eine direkte Vergleichbarkeit erschweren. Darüber hinaus unterschieden sich innerhalb einiger Länder die Strukturen der Planung von der Struktur der Finanzrechnung.

Empfehlung

Für die politische Steuerung haben der Ergebnishaushalt und die Ergebnisrechnung wesentliche Bedeutung. Der Finanzhaushalt und die Finanzrechnung haben insbesondere für die verwaltungsinterne Liquiditätsplanung und -steuerung Relevanz. 

  1. Finanzhaushalt und Finanzrechnung müssen sich methodisch und inhaltlich entsprechen.
  2. Es ist festgestellt worden, dass bereits innerhalb der länderspezifischen Regelungen Abweichungen in der Definition zwischen Positionen und Salden einerseits im Finanzhaushalt und andererseits in der Finanzrechnung vorliegen. Um einen konsistenten Soll-Ist-Vergleich im Bereich der Einzahlungen und Auszahlungen darstellen zu können, sollten die entsprechenden Regelungen aufeinander abgestimmt werden.    
  3. Hervorzuheben ist die große Bedeutung der Finanzrechnung im Rahmen der staatlichen Finanzstatistik. Der Innenministerkonferenz wird empfohlen, die gesamtstaatliche (Finanz)-Statistik, ggfs. zusammen mit Bund und Ländern, aus Sicht der Validität der statistischen Daten und der Verhältnismäßigkeit der Datenerhebung und -weiterverarbeitung zu optimieren und die Erfassung und Verarbeitung zu erleichtern    

  4. Eine begriffliche und inhaltliche Bereinigung ist -  wie bei anderen Schwerpunktthemen - unumgänglich. Dies ist einerseits aus der Aufrechterhaltung der interkommunalen Kommunikation und der Vergleichbarkeit länderübergreifend und andererseits auch aus statistischen Erwägungen dringend erforderlich.

Dokumente

Wissenschaftliche Stellungnahme zu haushaltsrechtlichen Regelungen von Planungsgrundsätzen, insbesondere zu kommunalen Zielen und Kennzahlen, Prof. Dr. Holger Mühlenkamp / Dipl.-Kfm. Andreas Glöckner, Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer

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Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar

IPSAS 42 Sozialleistungen

14.02.2019
IPSAS 42 Sozialleistungen enthält Leitlinien für die Bilanzierung von Sozialausgaben. Der Standard definiert Sozialleistungen als Geldtransfers, die an bestimmte Personen und/oder Haushalte gezahlt werden, um die Auswirkungen des sozialen Risikos zu mindern. Der Standard schreibt vor, dass ein Unternehmen einen Aufwand und eine Verbindlichkeit für die nächste Sozialleistungszahlung erfasst. IPSAS ...
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IPSAS 41 Finanzinstrumente

11.01.2019
Der Rat für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (IPSASB) hat ‚IPSAS 41 Finanzinstrumente‘ veröffentlicht. IPSAS 41 legt neue Anforderungen für die Klassifizierung, Anerkennung und Bewertung von Finanzinstrumenten fest, die an die Stelle von IPSAS 29 treten.IPSAS 41 verbessert die Relevanz von Informationen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichk...
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IPSASB veröffentlicht vorgeschlagene 'Verbesserungen an den IPSAS 2018'

25.07.2018
Der Rat für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) hat einen Entwurf 'Verbesserungen an den IPSAS 2018', der verschiedene vorgeschlagene geringfügige Änderungen an den Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards, IPSAS) umfasst, veröffentlicht. ...
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Aktuelle Veranstaltungen der KGSt

 2. -4. März 2020 in Mainz - Seminar Peer Review in der kommunalen Rechnungsprüfung: Zertifizierungsseminar

 Unter einem Peer Review wird die Evaluation eines Prüfungsvorgangs durch einen erfahrenen und unabhängigen, in der Regel externen Prüfer („Peer“) verstanden. Die Evaluation der Rechnungsprüfung, die vom Peer durchgeführt wird, kann sich auf die Organisationseinheit Rechnungsprüfung der Kommunalverwaltung (Fachbereich, Amt, Abt. etc.) oder auf die Tätigkeit einer Prüferperson der kommunalen Rechnungsprüfung beziehen – je nach Auftrag. Der Auftrag wird von der Leitung der kommunalen Rechnungsprüfung erteilt.

Peer Review ist ein wichtiges Mittel der Qualitätssicherung. Mit einem Peer Review soll festgestellt werden, ob – gemessen an einem vorgegebenen Normsystem – die Prüfungsziele und die mit den Prüfungen angestrebten Wirkungen erreicht werden bzw. worden sind.

Das Instrument „Peer Review“ kann in verschiedenen Erscheinungsformen angewandt werden – insbesondere auch zur Selbstbewertung einer Rechnungs-prüfung.

Das Seminar ist als Ausbildungs-veranstaltung für den Peer konzipiert und schließt mit einem Multiple-Choice-Test ab. Das Zertifikat ist in seiner Gültigkeit auf 3 Jahre begrenzt. 

 Informationen dazu finden Sie hier.

2. - 6. März 2020 in Bonn - Seminar Controlling Compact!

Der Lehrgang "Controlling Compact" hat den Aufbau einer grundlegenden Methodenkompetenz zum Ziel. Die Wissensvermittlung erfolgt u.a. im Rahmen eines Planspiels (Kommune Eulenschlößchen).

Über 5 Lehrgangstage hinweg wird ein kommunales Controlling-Konzept für eine Beispielkommune aufgebaut. Dabei werden bewährte Instrumente wie die Budgetierung, die Kosten- und Leistungsrechnung und der Aufbau eines Berichtswesens berücksichtigt.

Ebenso angewendet und vermittelt werden Kenntnisse des Risikomanagements und des Risikocontrollings. 

Hier geht es zur Anmeldung.

Ansprechpartner

Bertelsmann Stiftung